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Filmnächte am Elbufer - Historie

1990 - Heute

Die Filmnächte am Elbufer in Dresden sind ein faszinierendes kulturelles Ereignis, das sich zu einem der Höhepunkte des sommerlichen Kulturlebens in der Stadt entwickelt hat. Die Filmnächte kombinieren die malerische Kulisse der Elbe mit Kino unter freiem Himmel. Die Geschichte der Filmnächte reicht zurück bis in die 1990er Jahre, als sie als Initiative einiger Dresdner Kulturschaffender ins Leben gerufen wurden. Seitdem haben sie sich zu einem festen Bestandteil des kulturellen Kalenders entwickelt und ziehen jedes Jahr Tausende von Besucher:innen an, die unter dem Sternenhimmel Filme verschiedener Genres und Epochen sowie Konzerte bekannter Artists genießen können. Die Filmnächte am Elbufer sind seither nicht nur ein einzigartiges kulturelles Highlight, sondern auch ein Symbol für die lebendige und vielfältige Kulturszene Dresdens.

1990-2000: Die Anfänge

Die Geschichte der Filmnächte am Elbufer in Dresden begann im Jahr 1990 mit dem ersten Open-Air-Kino im Alaunpark, organisiert von der Filminitiative Dresden, heute bekannt als Veranstalter des Internationalen Kurzfilmfestes Dresden. Ein Jahr später, 1991, fanden die ersten Filmnächte am Elbufer statt, mit 9 Veranstaltungstagen und einer Besucherzahl von 6.000 Menschen. Die Beliebtheit des Open-Air Kinos wuchs rapide: Im Jahr 1992 erstreckten sich die Filmnächte über 17 Tage und zogen bereits 15.000 Besucher an. Ein bemerkenswertes Highlight war das allererste Konzert bei den Filmnächten von der legendären Band Die Puhdys.

1994 stieg die PAN-Veranstaltungslogistik und Kulturgastronomie als Gastronomie- und Cateringpartner ein, um das kulinarische Erlebnis zu bereichern. Das Jahr 1997 markierte das erste Konzert des renommierten Künstlers Roland Kaiser. Im Folgejahr, 1998, erfolgte ein Betreiberwechsel zur PAN-Veranstaltungslogistik und Kulturgastronomie GmbH, die neue Impulse setzte und die Filmnächte bis heute betreibt. In diesem Jahr wurde auch das erste Dach über den Filmnächten errichtet, entworfen vom Architekten Robert Kerbl, inklusive Balkon und Gastronomieeinrichtungen, was mit dem Sächsischen Holzbaupreis ausgezeichnet wurde.

Erstes Open Air Kino - Alaunpark 1990

Filmnächte am Elbufer - Plakate 1991 - 1995

Filmnächte am Elbufer - Plakate 1996 - 2000

2000-2010: Weiterentwicklung

Im Jahr 2002 markierte ein bedeutender Meilenstein der Vertragsabschluss zwischen der Landeshauptstadt Dresden und der PAN-Veranstaltungslogistik und Kulturgastronomie über die Weiterführung der Filmnächte am Elbufer. Doch das Jahr brachte auch eine immense Herausforderung mit sich: Das Jahrhunderthochwasser, welches eine Evakuierung des Veranstaltungsgeländes unmöglich machte und einen hohen Schaden hinterließ.

Trotz dieser Widrigkeiten begann im Jahr 2003 eine neue Ära mit der Einführung der ersten KAISERMANIA, einem Event, das sich rasch als fester Bestandteil des Filmnächte-Programms etablierte und bis heute jedes Jahr ausverkaufte Konzerte verspricht. 2004 führte die Einführung einer innovativen Filmnächte-Produktion mit einer kombinierbaren Bildwand-Bühnenkonstruktion namens Cinestage 2016 und einem erweiterten Backstage-Bereich zudem zu einer neuen Qualität der Veranstaltungungen auf dem Gelände am Elbufer.

Es folgten Jahre des Wandels und der Diversifizierung. Dazu zählten Filmpremieren, unter anderem von "Projekt Gold", dem Dokumentarfilm der Handball WM 2007, und Public Viewing während der großen Fußball-Turniere 2008, 2010, 2012 und 2014. 2008 wurde die denkmalgerechte Sanierung der Freitreppe am Königsufer und des Geländes abgeschlossen.

2009 stand ganz im Zeichen der Markenentwicklung. Die Verlegung der Medien sowie ein Ausbau der Markenpräsenz, die ein neues Logo und ein innovatives Platz- und Gastronomiekonzept einschloss, zeugten von einem kontinuierlichen Streben nach Innovation. Trotz der Herausforderungen des Hochwassers in diesem Jahr und in den Folgejahren, durch die Evakuierungen notwendig waren und beträchtliche Kosten entstanden, bewahrten die Filmnächte ihre Strahlkraft bis heute.

Ab 2010: Auszeichnungen & Meilensteine

Seit der Gründung haben die Filmnächte am Elbufer in Dresden eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen, die durch eine Vielzahl von Erfolgen und bedeutenden Meilensteinen geprägt ist.

Im Jahr 2010 erhielten sie den renommierten Life Entertainment Award LEA für ihre herausragenden Leistungen und wurden als beste Location ausgezeichnet. Zusätzlich wurden sie mit dem Dresdner Imagepreis des Sächsischen Staatsministeriums für Finanzen und der Landeshauptstadt Dresden geehrt, was ihre regionale Bedeutung unterstreicht.

Eine Vertragsverlängerung des Königsufers mit der Landeshauptstadt Dresden im Jahr 2012 sicherte die Zukunft der Veranstaltungsreihe weiter ab. 2016 erfolgte der Neubau eines Partnereingangs mit Produktionsbüros und Besucherterrasse, der die Infrastruktur modernisierte und verbesserte.

2018 wurden neue Veranstaltungsreihen eingeführt, darunter das Familienkino und die Kulturbühne, die das Angebot der Filmnächte seither erweitern und eine diversere Zielgruppen-Ansprache ermöglichen. Die Anerkennung folgte prompt: Im selben Jahr erhielten die Filmnächte den FFA Branchenpreis Branchentiger für das bestbesuchte Open-Air Kino in Deutschland.

2019 war ein Jahr bedeutender Veränderungen und Expansion: Die Errichtung des neuen Filmnächte Dachs sowie die Ausweitung auf andere Standorte wie Leipzig und Schwarzkollm zeugen von einem kontinuierlichen Wachstum und einer verstärkten überregionalen Präsenz der Marke.

Die Jahre 2020 bis 2023 brachten weitere Fortschritte, darunter die erstmalige Erteilung einer Baugenehmigung für fünf Jahre, die Errichtung unterirdischer Bildwand- und Bühnenfundamente sowie die Erweiterung des Frischwassernetzes für die Backstage-Versorgung.

Ein weiterer Höhepunkt war der Relaunch der Filmnächte-Marke im Jahr 2021 mit einem neuen Logo und einer überarbeiteten Bildsprache. Im gleichen Jahr fanden die ersten Veranstaltungen der Filmnächte Cottbus im Spreeauenpark sowie der Filmnächte Dortmund am Hochofen statt.

Seit 2023 fungiert der Sächsische Minister für Finanzen jedes Jahr als Schirmherr der Filmnächte am Elbufer, was die herausragende Bedeutung dieser Veranstaltung für die Region würdigt.

Ein paar Zahlen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 haben die Filmnächte am Elbufer eine beeindruckende Anzahl von Besucher:innen angezogen. An 2.296 Veranstaltungstagen haben ca. 2 Millionen Kinobesucher:innen und mehr als 2,2 Millionen Konzertbesucher:innen, also insgesamt über 4,2 Millionen Menschen, das vielfältige Unterhaltungsangebot genossen.

2024 markiert die 50. Ausgabe der Kaisermania einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte. 

Seit 2018 gab es zudem 200 Familienkino- und 140 Kulturbühnen-Veranstaltungen, die seither das künstlerische Angebot erweitern und das kulturelle Erlebnis für alle Besucher:innen bereichern.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Die Filmnächte am Elbufer setzen seit jeher auf eine umfassende Palette an Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Infrastruktur und zur Förderung ihrer Nachhaltigkeitsziele.

In Bezug auf Investitionen wurden in den vergangenen Jahren bedeutende Schritte unternommen. 2008 wurde das Königsufer saniert, und 2009 wurden Maßnahmen zur Versorgung mit Frisch- und Abwasser umgesetzt. Im Jahr 2019 folgte die Errichtung des Filmnächte-Dachs und der dazugehörigen Fundamente, während bereits 2015 Initiativen für einen barrierefreien Veranstaltungsort erfolgten. Weiterhin wurden 2022 Fundamente für die Bildwand und im Jahr 2023 die Verlegung von Frischwasserleitungen für den Backstage-Bereich realisiert. Neben diesen Projekten wurden kontinuierlich Investitionen in Bestuhlung, Küchen- und Schanktechnik, Lacher-Gerüstmaterial, Terrassen sowie Veranstaltungs- und Zugangstechnik getätigt.

Was die Nachhaltigkeit betrifft, so verfolgen die Filmnächte am Elbufer einen ganzheitlichen Ansatz. Sie setzen auf die Verwendung von Mehrwegbechern bei Konzerten und kombinieren diese bei Filmveranstaltungen zusätzlich mit Glas. Zudem beziehen sie "grünen Strom" von Sachsen Energie und arbeiten überwiegend mit lokalen Erzeugern und Dienstleistern zusammen. Die Bereitstellung von 400 Fahrradparkplätzen und einer Fahrrad-Reparaturstation sowie die Einführung von recycelten Toilettenkabinen ab 2023 unterstreichen ihr Engagement für Umweltschutz und nachhaltige Mobilität. Durch die Kooperation mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bieten sie KombiTickets für Konzertveranstaltungen an, die im gesamten VVO-Verbundnetz gültig sind. Zudem wird seit 2022 der Fahrradverkehr zu Konzertveranstaltungen über eine Umgehungsstraße über die Elbwiesen geleitet. Maßnahmen wie die Sanktionierung des Einsatzes von Feuerwerk und Showkonfekten bei Konzertveranstaltungen sowie die Erfüllung aller naturschutzrechtlichen Auflagen unterstreichen ihr Bestreben, die Umwelt zu schützen und nachhaltig zu handeln.

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